Letztens war es wieder so weit. Einmal im Jahr gehen wir mit unserer Geschwister-Kindergruppe gemeinsam auf einen Friedhof in stadt_sankt_augustin. Und jedes Mal ist es eine ganz besondere Unternehmung. Schon auf dem Weg dorthin beginnen die Kinder zu erzählen. Von ihren Geschwistern. Von ihren Erinnerungen. Von ihrer Liebe. So selbstverständlich, als wäre es das Natürlichste auf der Welt. Und eigentlich ist es das ja auch – nur erleben sie es im Alltag so selten mit anderen Kindern....
Mein Herz hat „Nein“ geschrien. Und genau deshalb müssen wir darüber sprechen. Ich bin unfassbar dankbar, dass wir dieses wichtige Thema im Generalanzeiger Rhein-Sieg sichtbar machen konnten: Schwangerschaftsabbruch nach pränataler Diagnose. Es ist kein leichtes Thema. Es ist kein Thema für Schlagzeilen. Und doch betrifft es so viele Familien. Ein Elternpaar aus unserer Begleitung hat den Mut gefunden, zu erzählen. Von der Diagnose. Von der Entscheidung. Von der Geburt und dem Tod...
Ein Tag voller Tiefe, Verbindung und Vision Im Mai durfte ich Teil eines ganz besonderen Fachtags in Regensburg sein – initiiert von Veronika Maierhofer in Zusammenarbeit mit Donum Vitae und Heike Wolters. Im Rahmen einer Themenwoche kamen rund 100 Teilnehmende zusammen, um sich mit der Begleitung von Eltern auseinanderzusetzen, deren Kinder in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder in den ersten Lebenswochen sterben. Es war ein Tag voller Austausch, fachlicher Tiefe, persönlicher...
Diese Worte musste Hannah hören – in der 25. Schwangerschaftswoche, kurz vor der Geburt ihrer Tochter, für die sie sich nach schwerwiegender Diagnose und vielen Gesprächen gemeinsam mit ihrem Partner für einen medizinisch begleiteten Abbruch entschieden hatte. Weil es ihr erstes Kind ist, wollte sie wissen, was sie erwartet. Wie eine Geburt abläuft. Wie man mit Schmerzen umgeht. Einfach vorbereitet sein. Doch die Antwort ihrer Hebamme war: „Das ist doch eh keine richtige Geburt. Da...
Selbst 30 Grad hielten unsere fleissigen Herzen und Hände aus betroffenen Eltern, Nachbarn, Freunden und Mitarbeitenden nicht davon ab, wieder über 300 Erinnerungsboxen mit ganz viel Liebe zu packen, damit wir wieder allen zukünftig betroffenen Familien eine Unterstützung schicken können. Ihr seid mega!!
Letzte Woche durften wir Bürgermeister Mario Dahm aus Hennef bei Hope’s Angel willkommen heißen. Zwei Stunden intensiver Austausch über unsere Arbeit, die Realität betroffener Familien und die täglichen Herausforderungen – für uns als Begleitende, aber auch für alle, die mit dem Thema in Berührung kommen. Wir haben darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Eltern in der Zeit des Verlustes nicht allein zu lassen – und wie sehr es an struktureller Unterstützung fehlt. Denn: Unsere...
…dass es Situationen gibt, die kaum in Worte zu fassen sind. Situationen, in denen nicht nur das Kind während der Geburt stirbt – sondern auch die Mama. Ein unvorstellbares Szenario. Und doch passiert es. Viel zu oft. Zurück bleibt ein Vater – plötzlich allein. Mit dem Schmerz, mit der Fassungslosigkeit, mit der Aufgabe, seinen Kindern zu erklären, warum ihre Mama nie wieder nach Hause kommt. Warum ihr Geschwisterchen nicht lebt. Und warum nichts mehr so ist, wie es einmal war. In...
Alle drei Wochen nehmen wir uns als Beraterinnen von Hope’s Angel zwei Stunden ganz bewusst Zeit für unsere Supervision. Das ist unser fester Termin, der für uns alle eine besondere Bedeutung hat. In diesen Sitzungen: reflektieren wir gemeinsam die Begleitungen der letzten Wochen besprechen Herausforderungen und besondere Situationen teilen wertvolles Wissen und Erfahrungen entwickeln unsere Beratung stetig weiter – für die Familien, die wir begleiten dürfen Dabei bringen wir nicht nur...
Jedes Mal, wenn ich auf dem Südfriedhof in Köln unterwegs bin, führt mich mein Weg zu der - wie ein grosser Stern geformten - Gemeinschaftsgrabstelle für die Kinder, die im Bauch der Mama oder während der Geburt gestorben sind. Und jedes Mal gehe ich an dieser Statue vorbei. Eine Mutter mit ihrem Kind im Arm – liebevoll, innig, schützend. Für mich wirkt sie wie ein stilles Zeichen genau für die Kinder, die nie so richtig in dieser Welt angekommen sind – aber bildlich in den Armen...
Der Verlust eines gemeinsamen Kindes erschüttert nicht nur das Herz – er trifft auch die Partnerschaft bis ins Mark. Kommunikation ist in dieser Zeit nicht „nice to have“, sondern überlebenswichtig. Gefühle, Gedanken und unterschiedliche Arten der Trauer brauchen Raum – und gegenseitiges Zuhören. Denn nur gemeinsam kann man einen neuen Weg finden, mit dem Schmerz zu leben. Sprecht miteinander. Schweigt euch nicht an. Ihr müsst nicht gleich fühlen – aber euch gegenseitig...